Start Bilder (-serien) Der Blaue Zyklus

Der Blaue ZyklusBild vom Blauen Zyklus

Hans von Geyer begegnet früh Krankheit und Tod, erlebt es, allein, unverstanden, verlassen zu sein, erleidet unbefriedigende politische und private Umstände, mangelnde Anerkennung und Zuwendung, finanziellen Misserfolg, Kriegsnöte, später noch die offenbare Bedrohung der Natur durch den menschlichen Erfindungs- und Zerstörungsdrang. Dies ist es, was ihn zu den Bildern lautloser Kälte und  Dunkelheit führt, wie wir sie in seinen Nacht- und Schneebildern sehen – und später noch zu den schwarzen Warnzeichen, die er vor das Heitere, Bunte streut, sei es als abstrakte oder wachstümliche Formen, sei es als fetzengleiche Reste der Ur-Nacht.

Bild vom Blauen Zyklus

Wie anders ist der Umgang mit der natürlichen Dunkelheit im „Blauen Zyklus“ der Landschaftsaquarelle! Hier ist nichts von Bedrohlichkeit zu spüren. Das nächtliche Blau bedeckt die Welt mit seinem geheimnisvollen Mantel und erzählt von Schlaf und Traum.

Hier tritt uns die Dunkelheit als Schöpferisches, Verheißungsvolles entgegen, in dessen Schoß die Erwartung des Tages ruht. Er selbst schreibt einmal von dem „Nächtlichen“, was seinen Bildern anhafte.

Die Nacht, der ein Morgen folgt, ist eine andere, als die eines lichtlosen Kerkers, in den der Mensch physisch oder psychisch geworfen ist.

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